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Das Bildungsnetzwerk Wesermarsch eine Einrichtung der Berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch

Das oberste Ziel einer Region muss der Bildungserfolg aller Kinder und Jugendlichen sein. Dazu braucht es eine systematische Zusammenarbeit aller am Bildungsprozess beteiligten Akteure. Die Grundlage einer verbindlichen Zusammenarbeit ist die Zusammensetzung der Bildungsakteure, die zur Lösung regionaler Probleme benötigt werden. Hier in der Wesermarsch gibt es seit 2002 das Bildungsnetzwerk mit dieser Zielsetzung. Dazu haben sich fast alle Schulen, einige Unternehmen, Behörden, Kammern und Institutionen zusammengeschlossen.

Seit 2008 finanziert das Land Niedersachsen mit Region des Lernens an den Berufsbildenden Schulen eine halbe Lehrerstelle. Der Schwerpunkt ist im Wesentlichen der Übergang von der Schule in den Beruf. Hier in der Wesermarsch ist die Region des Lernens das Bildungsnetzwerk. Die Innovationsgruppe des Bildungsnetzwerkes ist das richtungsweisende Gremium des Bildungsnetzwerkes. Der Aufgabenschwerpunkt ist die Organisation der Berufsorientierung für die Wesermarsch und die alljährlich stattfindende Berufsfindungsmesse.

2015 hat der Landkreis Wesermarsch mit dem Land Niedersachsen eine Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung einer Bildungsregion unterschrieben. Seit dem steht eine weitere halbe Lehrerstelle vom Land für die Bildungsarbeit in der Wesermarsch zur Verfügung. Die Bildungskoordinatorin der Bildungsregion und die Leiterin des Bildungsnetzwerkes arbeiten in dem Bildungsbüro Wesermarsch eng zusammen.

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Landkreis Wesermarsch

Wichtige Investition in die Zukunft

Brake Das Bildungsbüro Wesermarsch mit Sitz in Brake hat personell aufgerüstet. Seit Donnerstag, 1. Dezember, verstärken Dr. Thorbjörn Ferber und Maria Tonder das Bildungsbüro Wesermarsch. Beide Stellen gehören zum Landkreis Wesermarsch und werden aus Mitteln des Bundesprogrammes „Bildung integriert“ finanziert, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre gefördert wird.

Maria Tonder hat das „Bildungsmonitoring“ übernommen. Ihre Kernaufgabe besteht darin, bildungsrelevante Datenquellen zu finden, zu analysieren und zu kommunizieren.

Nach ihrem Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften mit den Schwerpunkten „Bildungsmanagement und Lebenslanges Lernen“ an der Universität Oldenburg hat Maria Tonder Berufserfahrung in der Wissenschaft gesammelt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin mir sicher, dass wir hier viel bewegen können“, gibt sie sich zuversichtlich. Ziel ist es, die Bildungslandschaft Wesermarsch auf der Basis der erhobenen und ausgewerteten Daten besser zu vernetzen.

Thorbjörn Ferber besetzt die Stelle als Bildungsmanager. „Meine Aufgabe besteht darin, Bildungsmonitoring und Bildungskoordination in einen Managementprozess zu überführen“, erklärt er.

Der 36-Jährige war zuletzt als Fachbereichsleiter in der Hansestadt Buxtehude tätig und hat davor einen Bildungsträger geleitet.

Vorhandene Strukturen

Inhaltlich und strategisch werden Thorbjörn Ferber und Maria Tonder auf die bereits bestehenden Strukturen zurückgreifen, die von Inge Warns geschaffen wurden. Inge Warns betreut seit 2008 mit einer halben Lehrerstelle das Bildungsnetzwerk Wesermarsch (BiNe). Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in den Bereichen der Berufsorientierung und dem Übergang von Schule zu Beruf. Außerdem organisiert sie die jährliche Berufsfindungsmesse.

Im Bildungsnetzwerk haben sich nahezu alle Schulen des Landkreises sowie Wirtschaftsunternehmen, Kammern und Behörden zusammengeschlossen.

Bettina Pargmann, seit September 2015 als Bildungskoordinatorin ebenfalls mit einer halben Lehrerstelle von der Landesschulbehörde abgestellt, hat sich bislang schwerpunktmäßig um den Aufbau verschiedener Fachgruppen und einer Lenkungsgruppe gekümmert. Sie soll, in Anlehnung an eine Kooperation mit dem Land Niedersachsen, unter dem Titel „Bildungsregion Wesermarsch“ für Rahmenbedingungen sorgen, die allen Menschen bestmögliche Entwicklungschancen bieten.

Ziel des Zusammenschlusses ist es, dass in einer Bildungsregion wie der Wesermarsch alle handelnden Träger, Initiativen und Akteure in einem langfristigen Netzwerk kooperieren, um zukunftsfähige Bildungsangebote effektiv zu bündeln.

Demografischer Wandel

„Wir sind aktuell dabei, uns als Team zu finden und Verantwortungsbereiche sinnvoll zu gestalten“, so Pargmann. Für die administrativen Aufgaben wurde Karin Exner eingestellt.

Das Bildungsbüro soll bei seiner Arbeit und mit Hilfe seiner Netzwerkpartner Antworten auf gesamtgesellschaftliche Frage- und Problemstellungen im Bereich Bildung finden: Ausprägungen des demografischen Wandels werden genauso berücksichtigt wie der Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei Bildungsverläufen. „Wir setzen regionale Schwerpunkte und berücksichtigen dabei grundsätzliche Entwicklungen in der Bildungsarbeit“, beschreibt Inge Warns die Ausrichtung. Die Ergebnisse des Bildungsbüros sollen der Umsetzung des Kreisentwicklungskonzepts im Bereich Bildung dienen.

Quelle: Artikel NWZ vom 23.12.2016